
Schulung zur Ausstellung “Lebens(t)räume”
Die Ausstellung sowie der begleitende Film sind aus einem gemeinsamen, dialogischen und künstlerischen Prozess hervorgegangen. In enger Zusammenarbeit entwickelten die Künstler Stefan Heilemann und Björn Spingorumgemeinsam mit den Bewohner*innen die Exponate und filmischen Sequenzen. Dieser partizipative Ansatz bildete die Grundlage für eine Ausstellung, die nicht über Menschen spricht, sondern von ihnen selbst erzählt wird.
Um diese Haltung auch in der Vermittlung konsequent weiterzuführen, wurden die Bewohnerinnen bereits vor der Ausstellung gezielt auf ihre Rolle vorbereitet. In mehreren Schulungseinheiten vermittelten die Künstler Inhalte zu Bildsprache, Entstehungsprozess und künstlerischer Intention der Arbeiten. Gleichzeitig wurden die Teilnehmenden darin bestärkt, ihre eigenen Perspektiven, Erfahrungen und Deutungen einzubringen. Ziel der Schulung war es nicht, vorgefertigte Texte auswendig zu lernen, sondern Sicherheit im freien Erzählen und im Dialog mit den Besucherinnen zu gewinnen.
Unterstützt wurden die Schulungen durch den leitenden Sozialdienst Gunther Bucksch, der den Prozess fachlich begleitete und den Rahmen schuf, in dem individuelle Stärken sichtbar werden konnten. Gemeinsam mit den Künstlern sorgte er dafür, dass die Schulung barrierearm, wertschätzend und ressourcenorientiert gestaltet wurde.
Das Ergebnis dieser Vorbereitung zeigte sich eindrucksvoll während der Ausstellung: Die Bewohnerinnen führten selbstbewusst und kompetent durch die Exponate und den Film, erklärten Hintergründe, teilten persönliche Eindrücke und kamen mit den Besucherinnen in einen offenen Austausch. Die Schulung wurde so zu einem zentralen Bestandteil des Projekts – als Brücke zwischen künstlerischer Arbeit, persönlicher Erfahrung und öffentlicher Vermittlung und als wichtiger Beitrag zu gelebter Teilhabe und Selbstermächtigung.















































