Sa. 17.02.2024

Jährliche Erste-Hilfe-Schulung – inklusiv, praxisnah und stärkend

Ein fester und wichtiger Bestandteil unseres Jahresprogramms ist die inklusive Erste-Hilfe-Schulung, die wir gemeinsam mit Menschen mit Handicap und ihren Assistenzkräften durchführen. Ziel der Schulung ist es, Sicherheit zu vermitteln, Handlungskompetenz zu stärken und allen Beteiligten zu zeigen, dass Erste Hilfe für jede*n erlernbar und leistbar ist – unabhängig von körperlichen Voraussetzungen.

Geleitet wird die Schulung von Daniel Mader, Studienrat und zertifizierter Erste-Hilfe-Ausbilder. In enger Abstimmung mit unserem Team wurde ein speziell angepasstes Schulungskonzept entwickelt, das sich an den individuellen Fähigkeiten, Bedürfnissen und Alltagssituationen von Menschen mit Behinderung orientiert. Theorie und Praxis greifen dabei ineinander, Inhalte werden verständlich, anschaulich und mit ausreichend Zeit zum Üben vermittelt.

Die Schulung umfasst unter anderem folgende Themen:

  • Wundversorgung und fachgerechtes Anlegen von Verbänden

  • Stabile Seitenlage

  • Herz-Druck-Massage und Beatmung

  • Nutzung eines AED (Automatisierter Externer Defibrillator)

  • Umgang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Erste Hilfe bei Bewusstlosigkeit

  • Erstversorgung bei Knochenbrüchen und Verbrennungen

  • Umgang mit inneren Verletzungen

  • Notruf absetzen: Notarzt erreichen und korrekt informieren

  • Sichere Bergung aus dem Rollstuhl in Notsituationen

Besonderer Wert wird auf praktische Übungen gelegt, die gemeinsam durchgeführt und individuell angepasst werden. Menschen mit Handicap und Assistenz arbeiten dabei als Team, tauschen sich aus und lernen voneinander. Dadurch entsteht nicht nur Wissen, sondern auch Vertrauen, gegenseitige Unterstützung und ein gestärktes Gefühl von Selbstwirksamkeit.

Die jährliche Erste-Hilfe-Schulung ist damit weit mehr als eine reine Fortbildungsmaßnahme: Sie ist ein wichtiger Beitrag zu Teilhabe, Selbstbestimmung und Sicherheit im Alltag – und ein starkes Zeichen dafür, dass Inklusion auch in lebensrettenden Situationen selbstverständlich mitgedacht werden muss.

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