
Lebens(t)räume x LEBEN
Am Donnerstag, den 15. Oktober 2026, wurde an der DHBW Heilbronn die Doppelausstellung „Lebens(t)räume x LEBEN“ feierlich eröffnet. Rund 150 Gäste erlebten einen Abend voller neuer Perspektiven und bereichernder Begegnungen.
Erstmals werden die Fotografien und Filmprojekte der drei Künstler Stefan Heilemann, Nico Kurth und Björn Springorum gemeinsam an einem Ort gezeigt. Auf vier Stockwerken eröffnet die Ausstellung sehr persönliche Einblicke in den Alltag, die Lebenswirklichkeit, Wünsche und Träume der Bewohnerinnen und Bewohner unserer Atoll-WGs.
Gemeinsam Kunst schaffen – nicht über die Menschen, sondern mit ihnen
Die Kunstwerke sind in enger Zusammenarbeit mit den Bewohnerinnen und Bewohnern entstanden. Nico Kurth begleitete sie drei Jahre lang mit der Kamera, hielt eindrucksvolle Porträts und dokumentarische Alltagsszenen fest und gestaltete Installationen, in denen die Menschen selbst zu Wort kommen.
Stefan Heilemann inszenierte gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern fantastische Wünsche und Welten – vom Wikinger-Anführer bis hin zur Drachenkönigin. Björn Springorum fing ihre Geschichten filmisch ein und erkundete dafür gemeinsam mit ihnen bekannte Heilbronner Orte wie das Hartmanns, den Neckarbogen oder die experimenta.
Für Prorektor Prof. Dr. Tomás Bayón bietet die Ausstellung auch den Studierenden einen wertvollen Impuls: im Studienalltag innezuhalten, neue Perspektiven einzunehmen und über die Bedeutung von Inklusion nachzudenken.
Begegnung auf Augenhöhe
Atoll-Geschäftsführer André Ettl betonte die Kernidee hinter dem Projekt: Barrieren im Kopf abbauen und Orte sowie Anlässe für Begegnungen schaffen, die sonst vielleicht nie zustande kämen. Die Kunst rückt dabei nicht die Einschränkungen, sondern die Persönlichkeiten, Fähigkeiten und Lebensentwürfe der Menschen in den Mittelpunkt. Zugleich eröffnet sie einen Austausch zwischen Menschen, deren Lebenswege sich im Alltag nur selten kreuzen.
Wie Atoll-Bewohner und Vorstandsmitglied Thuan-Ngoc Nguyen bei der Vernissage treffend feststellte: „Ich wünsche mir, dass Leute uns offen begegnen, ohne Vorurteile im Kopf.“
Damit solche Begegnungen auch künftig stattfinden können, möchten wir das Projekt weiterentwickeln. Im Rahmen des Landesförderprogramms „Impulse Inklusion“ haben wir eine Förderung beantragt, um ab Januar 2027 begleitete Ausstellungsführungen anzubieten und weitere Möglichkeiten des gemeinsamen Austauschs zu schaffen.
Hier geht’s zum Artikel auf der Homepage der DHBW Heilbronn.









































